Handpuppen

Filz-Workshop „Am Anfang war das Schaf“

Mit selbst gefilzten Puppen Theater spielen

Wenn du Freude daran hast, dir mit anderen Menschen zusammen eine Geschichte selbst auszudenken und diese dann mit selbst gefilzten Puppen einzuüben und am Ende öffentlich aufzuführen, bist du genau richtig bei diesem Kreativ-Workshop!

Am ersten Tag lernst du die Grundtechniken des Filzens mit Schafwolle, Seife und warmen Wasser. Danach denken sich alle zusammen eine Geschichte aus. Am zweiten Tag filzen wir die Handpuppen entsprechend der Charaktere der Geschichte, während diese über Nacht trocknen. Bei den anschließenden Proben eurer Geschichte erweckt ihr die Filzpuppen zum Leben. Zum Abschluss des Workshops zeigt ihr eure Geschichte bei einem öffentlichen Auftritt, zu dem Geschwister, Eltern, Großeltern und Freunde kommen dürfen. Der Applaus wird euch gewiss sein!

Mitzubringen sind für jeden Tag ein Mittagsimbiss und Getränke. Zum filzen und Geschichte ausdenken Bleistift, ein DIN A4 Block und 2 alte Handtücher.

Dauer und Teilnehmerzahl:

Kinderkurs: 4 Tage à 4 Stunden mit Pause, maximal 10 Kinder von 7-12 Jahre

Kurs für Erwachsene: 3 Tage à 3 Stunden mit Pause, maximal 10 Teilnehmende

Warum Filz als Material für Puppen?

Am Anfang war das Schaf. Diesem Schaf wuchs ständig Wolle – immer mehr und mehr – bis es drohte, darin zu verschwinden. Dann wurde es geschoren. Neben dem Schäfer lag ein großer Berg Wolle: zerzaust, dreckig, weich und warm; tot, aber doch irgendwie lebendig.

In diesen scheinbaren Gegensätzen liegt für mich der Reiz, mit Wolle zu arbeiten, sie gezielt zu verfilzen und daraus Köpfe, Masken, Torsi, Hüte, Schuhe, Taschen, Schmuck und einfach nur Schönes herzustellen. In einem Wechselspiel vom sanftesten Reiben bis hin zum kraftvollen Walken und Schlagen der Stücke. Die am Ende des Filzprozesses vorwitzig herauslugenden einzelnen Härchen geben den Kunstwerken, Puppen und Objekten einen einzigartigen Charakter und Charme. Ein altes Handwerk – neu entdeckt.

Der Filz gibt, wie jeder andere Werkstoff auch, durch sein spezifisches Materialverhalten bestimmte Formen vor. Damit verbunden geht eine große Ausstrahlungskraft einher. Obwohl es nichts gibt, was man nicht (um)filzen kann, ergibt die Arbeit mit der Wolle klare, harmonisch fließende und minimalistische Linien, Formen und Übergänge. Ich experimentiere mit dem einfilzen anderer Materialien, wie Stoffe, Seide, Fasern, Blätter, Fruchthüllen und Zweigen. Den fertigen Filz kann man vielfältig kombinieren, er ist weitgehend schmutzabweisend, strapazierfähig, wasserfest, schwer entzündbar und leicht. Nur eins behält er bei: bei Gebrauch kann er fusseln, denn er ist und bleibt Schafwolle.

Seit Januar 2003 beschäftige ich mich intensiv mit Filz und dessen Möglichkeiten der Gestaltung, gebe und besuche Kurse (z.B. bei Istvan Vidak, Inge Bauer), nehme an Ausstellungen und Kunsthandwerkermärkten teil, habe Artikel in verschiedenen Fachzeitschriften veröffentlicht und mehrere Puppen und Ausstattungen für das Chaussée- und das ArtisjokTheater gefilzt.

Ausstellungen

2021: „Corona-Cocooning“ Stipendium Stiftung Rheinland-Pfalz für Kultur

2011: „Filz und mehr“ Queichtalmuseum Offenbach/Queich (Einzelausstellung)

2008: „Einblicke – Filzobjekte“ Haus am Westbahnhof Landau (Einzelausstellung)

2007: „Leuchten“ Künstlerverein Goldener Stern Schweighofen (Gruppenausstellung)

2006: „Kunst-Hand-Werk“ Kunstverein Germersheim e.V. (Gruppenausstellung)