Es klopft bei Wanja in der Nacht

Ein leises poetisches Figurentheater nach dem Bilderbuch von Tilde Michels und Reinhard Michels für alle ab 3 Jahre

„Weit fort in einem kalten Land steht Wanjas Haus am Waldesrand… “ Während eines heftigen Schneesturmes suchen die Tiere des Waldes Schutz und Zuflucht in Wanjas gemütlicher Forsthütte. Nacheinander klopfen Hase, Fuchs und Bär in ihrer Not an Wanjas Tür. Und alle haben sie Angst: vor dem Sturm natürlich; doch noch mehr voreinander, denn alle Gäste waren es seit jeher gewohnt sich zu meiden. Während draußen der Schneesturm tobt bietet Wanja ihnen ein sicheres Schlafplätzchen in seiner Hütte an. Hase, Fuchs und Bär rücken zusammen, verbringen diese Nacht friedlich beisammen und können in der Zeit der Not ihre Feindschaft einmal vergessen. 

Ein Märchen, und doch ein reales Thema: vom Überwinden der Angst, vom Zusammenhalt in der Not, von der Kraft des Vertrauens und von wunderbar menschlicher und tierischer Wärme in kalter Zeit. Mit ausdrucksstarken Puppen, überraschenden Wendungen, liebevollen Details und Livemusik gespielt.

Berührend und aktueller denn je, die Geschichte von Wanja und seinen Gästen für eine einzige Nacht. Das Buch wurde  1986 mit dem Gustav-Heinemann-Friedenspreis ausgezeichnet.

Die Aufführungsrechte liegen beim Verlag für Kindertheater Weitendorf GmbH Hamburg.

Mit freundlicher Unterstützung durch das Ministerium für Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz.

 

 Spiel: Anke Scholz
Bühnenbild + Figurenbau: Elke und Christian Schweiger, Anke Scholz
Musik und Komposition: Ines Fuchs
Regie: Carsten Dittrich

Spieldauer : 40 Minuten
Aufbau: 2 Stunden, Abbau: 1 Stunde
Spielfläche: Breite 4,5 m, Tiefe 3 m, lichte Höhe 2,3 m
Bühnenpodest: ca. 0,4 m hoch bei normaler Bestuhlung; OHNE PODEST ansteigende Sitzreihen (Stühle, Tische)
Technik: Licht und Ton kann mitgebracht werden
Stromversorgung: 220V/ 16A
Zuschauer : max. 100

Besonderheit: verdunkelter Raum notwendig! / Spielsaison des Stückes immer von Anfang November – Ende Februar

 

 

 

 

Bald wird hier ein Videotrailer vom Stück zu sehen sein. Ich freue mich darauf!

Die Presse schreibt (mit freundlicher Genehmigung der Autor*innen):

Die Rheinpfalz 19.1. 19:

Schwäbische Zeitung 3.12.18:

„… die Inszenierung von Anke Scholz basiert auf dem gereimten Text des Bilderbuchs, den sie als Erzählerin zwischen den Szenen spricht. Dabei kommentiert ihre Mimik auch das Treiben der Puppen, vor allem dann, wenn Wanja sich dusselig anstellt. Ihre Inszenierung lebt vom Fehlen jeder Hektik. Man fühlt sich in die eingeschneite Hütte versetzt und darf in Ruhe die liebevollen Details anschauen: Matrjoschkas tummeln sich wie Muklas bei „Petterson und Findus“ am Dachbalken, im Ofen glüht es rot auf, die Lampe über dem Bett geht an und aus. Jede Bettdecke hat ein anderes Muster und an der Wand hängen stilecht ein Geweih sowie ein Gewehr. Wenn Wanja seine grünen Wollsocken auszieht erkennt man sogar in der hintersten Reihe seine lustigen Zehen. Er hat allerdings nur vier davon an jedem Fuß. Die drei Tiere sprechen nicht, sondern drücken sich durch Gesten und Tiergeräuschen aus. Meist spielt das Geschehen in der Hütte, dann aber wieder draußen im verschneiten Wald. Melodien und Windgeräusche untermalen die Szenen und zum Lachen gibt es auch immer wieder Anlass. All dies fügt sich harmonisch zu einer stimmungsvollen Inszenierung zusammen. … Anke Scholz gibt dem berühmten Bilderbuchklassiker ihr eigenes Gesicht. In der Szene, als alle schlafen, schläft sie als Erzählerin kurzerhand mit ein und lässt einen langen, poetischen Moment lang nichts geschehen. Erstaunlich, dass dabei die Spannung nicht abfällt.“

Fränkische Nachrichten 18.12.19:

„… Anke Scholz hatte es wunderbar verstanden, die Geschichte von Tilde Michels mit viel Liebe zum Detail in Theater umzusetzen und selbst ein Teil davon zu werden. Ganz unterschiedlich ließ sie dabei ihre Charaktere agieren und nahm ihr Publikum in jeder Szene mit. Da wurde gekichert, gestaunt und kommentiert. Und die Kinder waren begeistert! Seit 26 Jahren inszeniert die Künstlerin aus Schweigen-Rechtenbach in der Pfalz nun Stücke für Kinder und Erwachsene, teils selbst verfasste, teils nach literarischen Vorlagen. Und sie ist mit Herz, Können und Know-How dabei.“