Pressespiegel „Vorfreude, schönste Freude“

Rheinpfalz 11. Dezember 2010

Was in einen Adventskalender alles reinpasst! Besonders, wenn er so riesig ist wie der am Mittwoch beim Kindertheater im Zweibrücker Jugendzentrum. Aus den 24 Stoffbeuteln holte Anke Scholz allerlei Puppen und Pipapo, um ihre Geschichte zu erzählen. Eigentlich dürfte dieser Adventskalender gar nicht aufgemacht werden. Denn Hosianna, die in Norwegen in einer Spielzeugfabrik arbeitet, hat ihn, so wie er da im Juz hängt, extra für Emma anfertigen lassen. Emma wünschte sich einen besonderen Adventskalender, einen, den es noch nie gegeben hat. Natürlich hat die Holzpuppe Hosianna auch einen Mann, Ruben, der einen verdächtigen Weihnachtsmann-Bart hat und vorgibt, nur einmal im Jahr zu arbeiten. Wenn da nicht alle Glocken läuten. Aber so weit ist es noch nicht, denn der Weihnachtsmann kommt zum Schluss . Wenn die Kinder nun aber versprechen, dass sie Emma nichts verraten, gut, dann kann Puppenspielerin Anke Scholz diesen Adventskalender auch mal vorführen. Los geht’s mit Musik, denn im ersten Beutel sind eine Flöte und ein Tannenbaum. Die Kinder lassen sich zum Mitsingen von ,,Oh Tannenbaum“ animieren und genießen es sichtlich, mit eingebunden zu werden. Bei jedem weiteren Adventskalender-Beutelchen werden sie nicht müde, mit dem Finger drauf zu zeigen, wo es hängt.,,Des is jo durchenanner, die Nummern“, findet ein Kind, wird jedoch gleich von seinen Kameraden belehrt, dass das bei Adventskalendern immer so ist. Vor dem Weihnachtsstress wollen sich Hosianna und Ruben ein wenig ausruhen. Sie machen eine Reise mit dem Koffer aus Nummer zwei und der Holzpuppen-Familie Sandberg, die Anke Scholz genauso dem Kalender entnimmt wie Spanienflagge, Liegestühle, Schaufel, Eimer, Wasserball und Strandmatte. ,,,Die macht das schunn eleen, du brauchscht net so zu schrein“, ermahnt ein Kind ein anderes, das eifrig auf die nächste Nummer zeigt. Allerlei Verrücktes wird da im Urlaub in Spanien erlebt und der jüngste Sohn der Familie freundet sich mit dem alten Ruben an. Das wird nicht ohne Folgen bleiben. Später, wenn der Weihnachtsmann kommt. Erst müssen die Norweger in ihre kalte Heimat zurück und dort wird’s dann ganz adventlich mit Kranz, Kerze, Räuchermännchen und allem, was zu einem ordentlichen Fest dazugehört. Ein Rentier, ein Weihnachtsmannarbeitsmantel und ein Sack voller Geschenke kommen aus dem Adventskalender heraus. Damit zieht Ruben los und beschenkt nur den jüngsten Spross der Familie Sandberg, der in ihm sofort seinen Bekannten aus Spanien erkennt. Doch der Kleine teilt unaufgefordert mit seinen Brüdern. „Und, wird sich Emma über diesen Adventskalender freuen?“, will Anke Scholz, die alle Rollen wunderbar nuanciert vorträgt, wissen. Klar wird sie das, sind sich die Kinder einig. Sie drängen hastig zum Ausgang. Der vierjährige Tom hat’s gar nicht eilig. Er geht zu der Puppenspielerin, erkundigt sich nach dem Räuchermännchen und will unbedingt wissen, was in dem Geschenk drin ist, das der Weihnachtsmann dem Jüngsten brachte. 

Rheinpfalz 10. Dezember 2009

Große Kinderaugen. Gespannte Stille. Kerzenschein. So oder ähnlich war der Eindruck in der Kulturhalle. Alle waren ungeheuer gespannt, was sie da so erwarten würde. Nun ging es los. Leise Musik. Die Rückwand der hell beleuchteten Bühne mit einem roten Seidentuch überzogen. Davor die „Minibühne“ der Puppen…. Die Fähigkeiten und Erfahrungen der Anke Scholz begeistern auch an diesem Abend die Kinder restlos!

Südpfalzkurier 9. Dezember 2009

In Scharen strömte Groß und Klein in die Schweighofener Kulturhalle, um sich vom ArtisjokTheater mit adventlicher Vorfreude anstecken zu lassen. Anke Scholz ließ die Zuschauer einen – streng vertraulichen – Blick hinter die Türchen eines riesigen Adventskalenders werfen. Hier fanden sich von 1 bis 24 die Requisiten, die die Geschichte um die Familie Sandberg und die Eheleute Hosianna und Ruben Eckström vorantrieb. Die Sandbergs fliegen im November für eine Woche in den Urlaub nach Spanien. Mama will „was erleben“, Papa seine Ruhe, der kleine Johannes muss sich ständig gegen seine beiden frechen Brüder, die ihn verächtlich „Erbse“ nennen, wehren. Im Flugzeug lernen sie Ruben kennen, der mit seiner Frau im Süden Kraft für seinen Beruf tanken will. Ruben trägt einen sehr langen Bart und sagt, dass er seinen Beruf nur an einem einzigen Tag im Jahr ausübe, was aber nicht minder anstrengend wäre. „Plemplem“, sagen die frechen Brüder und auch ihre Eltern wisse nicht, was sie davon halten sollen. Doch Johannes hat Ruben gern und Ruben mag Johannes. Am 24. Dezember schließlich erlebt Johannes eine Überraschung: Als der Weihnachtsmann die Sandbergs in ihrem trauten Heim besucht und alle Geschenke nur fpür die „Erbse“ bestimmt sind, reagieren die Brüder fassungslos. Johannes erkennt in dem Weihnachtsmann seinen Freund mit dem langen Bart aus dem Urlaub wieder. „Pssst!“, macht Ruben und entschwindet lächelnd. Johannes aber teilt die Geschenke brüderlich und die Familie feiert friedlich Weihnachten.

Anke Scholz spielte gekonnt mit der Faszination, die von jedem Adventskalender ausgeht. Dieses Warten auf den nächsten Tag, das ungeduldige Suchen nach dem nächsten Türchen und die spannende Erwartung auf das dahinter Verborgene. All das übertrug sich von Anfang an von der Bühne auf das junge Publikum. Witzige Dialoge mit einigem familiärem Wiedererkennungswert ließen besonders die Erwachsenen aufhorchen und schmunzeln und musikalische Einspielungen, live und von der Konserve, machten die Vorfreude zur schönsten Freude an diesem Theaternachmittag. Das Publikum applaudierte anhaltend.