Alexander Steffensmeier zur Aufführung am 10. März 2017 auf der Wewelsburg:

Ich fand die Umsetzung richtig charmant und sympathisch. Und auch ziemlich clever, dachte ich hinterher noch. Die Idee, die Geschichte ins Jahr davor zu verlegen, war zum Beispiel äußerst raffiniert. Dadurch kann die Bäuerin ja viel besser als wissende Erzählerin agieren, und dadurch, dass sich das Stück quasi in ihrer Erinnerung abspielt, lässt man sich viel eher darauf ein und erwartet weniger Realismus. Da stört es dann gar nicht, dass Lieselotte nicht viel größer als die Hühner ist. Auch die Idee mit der Spieluhr als wiederkehrendes Element und Auslöser für das Happy End war prima.
http://steffensmeier.blogspot.de/2017/03/lieselotte-macht-urlaub-im-theater.html

 

Die Rheinpfalz, 3. Februar 2017,  Karl-Georg Berg 

Die Kuh ist dann mal weg
Das war ein Vergnügen und ein Spaß für alle ab vier Jahren: das Figurentheater  ,,Lieselotte macht Urlaub“ im Gloria-Kulturpalast in Landau.
Anke Scholz kam mit ihrem ArtisjokTheater aus Schweigen-Rechtenbach wieder
einmal nach Landau. In den kommenden Wochen und Monaten wird sie mit ihrem neuen Stück in alle Winkel von Deutschland reisen und es dort den Kindern und ihren Eltern zeigen. Denen gefällt es sicher ebenso gut wie dem Publikum im Gloria.
Alexander Steffensmeiers Kinderbücher von der Kuh Lieselotte mit ihrem ungewöhnlichen Hobby, dem Briefe austragen, sind ja zu Recht sehr beliebt. Und Anke Scholz hat mit den von ihr geschaffenen drolligen Tierfiguren und Bühnenbildern das Buch von Lieselotte, die in Urlaub fährt, sehr schön zum Leben erweckt. Nichts fehlt. Weder die Hühner noch das Schweinchen oder die Ziege. Und natürlich Lieselotte auch nicht. Die ist zwar zunächst nicht da, weil sie noch Post austrägt. Aber da erzählt Anke Scholz als Bäuerin ganz einfach, wie das vor einem Jahr war, als Lieselotte in Urlaub fahren wollte. Sehr geschickt werden aus dem
Bühnenbild immer wieder neue Schauplätze. Und sehr lebendig erscheinen die von ihr geführten Tierfiguren. Wie ihr vielleicht wisst, reist Lieselotte  ja nicht weit weg. Weil kein Bus kommt, entspannt sie einfach auf der Nachbarswiese. Von der wollen sie die Bäuerin und die anderen Tiere zu einem Sommerfest zurücklocken,
was nach einiger Mühe auch gelingt.
In der gewitzten Regie von Carsten Dittrich versetzt Anke Scholz mit ihrem liebevollen und gekonnten Spiel die Gäste wirklich in eine entspannte und heitere Urlaubsstimmung und entführte Groß und Klein im kalten Winter für eine knappe Stunde in eine sehr angenehme Sommerfrische.

 

Rhein-Neckar-Zeitung, 1. Juni 2017 , Doris Weber

Das hört sich lustig an. Eine Kuh macht Urlaub. Ob’s so etwas überhaupt gibt? Mit etwas Fantasie ist vieles möglich.. Fantasie bewies erst Alexander Steffensmeier, der die Geschichte „Lieselotte macht Urlaub“ als Autor und Illustrator zu einem Bilderbuch hat werden lassen. Dann zeigte sich das ArtisjokTheater fantasievoll. … Frau Scholz erzählte die außergewöhnliche Urlaubsgeschichte mitreißend und ausdrucksstark sowie mit viel Empathie für ihre Protagonisten. Kuh Lieselotte schloss man ohnehin sofort ins Herz. So konnten die Zuschauer intensiv den Wandel von Vorfreude zu Ungeduld und schließlich Verdruss nachempfinden, als der Bus, der sie zum Flughafen bringen sollte, nicht kam. Sollte sie ihr weiß gepunktetes rotes Köfferchen etwa umsonst gepackt haben? Im Raum war es zeitweise absolut still.
Lieselotte fand doch noch ihre Erholung. Und das sollten sich vielleicht auch die Menschen hinter die Ohren schreiben. Eine Auszeit tut gut und diese muss auch gar nicht so weit entfernt angetreten werden. Vom Alltag kann man auch auf des Nachbars Wiese eine Pause machen. Die Rückkehr ins gewohnte Umfeld zu Freunden und bekannten Genüssen ist danach nicht minder schön.

 

Pfälzischer Merkur, 30.9. 2017, Nadine Bröcker

… Überzeugungsarbeit von Anfang an leistete hingegen Anke Scholz, die ihre Puppen mit viel Herz und Humor zum Leben erweckte, mit vielen kleinen Details und passender Musik eine zauberhafte Hofgeschichte von Freundschaft, Fortgehen und Heimkehren erzählte und dafür fröhliche Lacher vom jungen Publikum erntete.