Pressespiegel „Ich seh‘ etwas, was du nicht siehst…“

Amberger Zeitung, 14. März 2013

Wundervolle Welt der Farben: „Wow“ und „Ah“: ArtisjokTheater begeistert junge Zuschauer beim Amberger Kindertheaterfestival. Mit viel Ausdrucksstärke erzählte die Schauspielerin aus Schweighofen die Geschichte der Frau Weiß, die in ihrer weißen Welt zufrieden mit sich selbst lebt. Doch dann stand ihr Schatten vor ihr und veränderte ihr Leben komplett. Es wurde still im Raum, als Anke Scholz mit ihrer Puppe Frau Weiß die Bühne betrat. Fasziniert beobachteten die Kinder das Geschehen. Und schon begann Frau Weiß über ihre schöne weiße Welt zu erzählen. Keine anderen Farben mag sie, nur Weiß. Doch dann trat ihr Schatten auf, ebenfalls dargestellt durch Anke Scholz. Der Schatten war schwarz und hatte allzu großen Spaß, Frau Weiß zu ärgern. Und genauso viel Spaß hatten die Zuschauer. Besonders fasziniert waren sie von der Sprache, denn der Schatten antwortete auf Französisch. Frau Weiß und ihr Schatten fingen an zu streiten. Um Frau Weiß zu versöhnen, begann der Schatten eine Geschichte über Farben zu erzählen. Und damit ließ Anke Scholz die Zuschauer in eine wundervolle Welt der Farben eintauchen. Zur Darstellung der Farbe Blau wurde ein Schattenspiel in Form einer detaillierten Unterwasserwelt aufgebaut. Immer wieder waren die Ausrufe „wow“ und „ah“ aus dem Publikum zu hören. Jede dargestellte Farbe hatte einen eigenen Charakter und wurde mit passender Melodie untermalt. Alle Anwesenden freuten sich sichtlich über das Farbenspiel. Als die Kulisse plötzlich schwarz wurde, merkte Frau Weiß, wie wundervoll und wichtig Farben sind und wollte sie zurück. Dies gelang und Frau Weiß und ihr Schatten begannen im Angesicht der vielen Farben „Ich seh‘ etws, was du nicht siehst“ zu spielen. Ein Höhepunkt der Vorstellung war, als Anke Scholzdie Kinder mit in die Aktion einbezog und gemeinsam mit ihnen spielte. Mit großem Applaus wurde Anke Scholz und ihre Puppen Frau Weiß von der Bühne verabschiedet. JUH

Südpfalzkurier 22.4.2009

Das deutsch – französische Kindertheaterstück des ArtisjokTheaters handelt vom Rückzug der Frau Weiß in eine weiße Welt. In diesem lähmenden, eintönige Mikrokosmos, liegt Frau Weiß seufzend im Halbschlaf und vergewissert sich immer wieder, dass alles bleibt wie es ist …weiß…weiß…..weiß. Im Traum begegnet Frau Weiß ihrem personifizierten Schatten, dem Unterbewusstsein. Vorsichtig nähert sich ein zartes Blau in Form eines großen Tuches, die Kulisse für ein Schattenspiel unter und über Wasser. Fischschwärme wechseln von rechts nach links und von links nach rechts, Schiffe fahren auf dem Wasser, ein Taucher erkundet den Untergrund. Eine turbulente Begegnung mit den Grundfarben beginnt. Ein Traumbaum, an welchen die Schattenfrau bunte, geometrische Formen in Bewegung bringt, erblüht. Lichtspiele mit Farben die in einander fließen und sich zu neuen Farben vereinigen, betören die Schlafende und die Zuschauer. Aufgewacht, ist Frau Weiß unzufrieden mit dem weißen Leben; der Traum hat sie ins Leben zurückgeführt.

Fesselnd und ideenreich hat Anke Scholz hat diese wunderbare Geschichte erzählt, die dem Betrachter Raum lässt für eigene Assoziationen. Kinder und Erwachsene waren dem Alltag an diesem düsteren Samstagnachmittag eine knappe Stunde entkommen. BIESINGER

© Dernières Nouvelles D’alsace, Vendredi 09 Janvier 2009. – Tous droits de reproduction réservés

Des couleurs pour des idées – La comédienne fait décrypter à sa marionnette l’écran où s’entremêlent les couleurs qu’elle a mélangées.

Deux centaines d’enfants, alsaciens et palatins, ont assisté ces jours-ci aux représentations d’un spectacle créé à leur intention à Wissembourg. La comédienne, Anke Scholz, originaire de Schweighofen, a en effet séjourné dans la cité de Stanislas au cours de l’été pour y écrire et créer sa pièce «Je vois quelque chose que tu ne vois pas».  Trois draps blancs tendus sur la scène. Une lueur bleue se propage avant l’apparition de silhouettes en ombres chinoises. Le bleu est omniprésent, des méduses qui flottent laissent imaginer qu’il s’agit de la mer. Puis soudain émerge une silhouette; un ballon rouge lui tient lieu de tête. La silhouette prend forme humaine. Chacun perçoit les choses à sa façon  Apparaît la comédienne, de noir vêtue qui, pendant une bonne demi-heure, va se livrer à un savant coloriage d’aquarelle retranscrit sur écran par un vieux rétroprojecteur. Couleurs et musiques s’entremêlent comme autant d’idées, de sentiments. Une marionnette viendra donner la note finale pour mieux faire passer le message.

Insolite, étonnant, ce monologue – avare de mots – sur le thème des couleurs a beaucoup plu aux enfants. Anke, en professionnelle du spectacle, explique sa démarche : « Le monde n’est pas que noir et blanc. A travers la palette de couleurs, je veux dire aux enfants qu’il y a mille et une façon de considérer les choses. Que chacun a sa façon de voir, de percevoir, d’interpréter. „Je vois des choses que tu ne vois pas“, c’est l’expression de notre identité à chacun ».
 Anke Scholz a déjà joué à Wissembourg, une ville qu’elle apprécie pour son ouverture vers l’Allemagne et sa pratique du bilinguisme : « Ici, plus qu’ailleurs, la tolérance est nécessité. Il faut sortir de son petit monde pour aller voir ce qui se passe chez le voisin. En Alsace, ce côté bi-culturel est très présent dans les mentalités. Plus qu’en Palatinat, du moins… ».
 Bilingue elle-même, Anke Scholz, 39 ans, pratique avec bonheur le rapprochement transfrontalier, elle qui a mis en relation une troupe de Nancy et un lieu de spectacle de Landau. « Je suis ravie de travailler au relais culturel de Wissembourg, parce qu’on y pratique cette ouverture d’esprit au quotidien ». D’ailleurs, la Regio Pamina ne s’y trompe pas, qui subventionnera sa création. (Marcel NEISS)

Rheinpfalz 8.12.2008

Spielerisch Sprache lernen – Zweisprachiges Kindertheater feiert  Premiere im Landauer Haus am Westbahnhof

Im deutsch-französischen Grenzgebiet wie in der Südpfalz ist die Förderung der Zweisprachigkeit ein wichtiger Aspekt für Frieden und Verständigung zwischen den ehemals verfeindeten Nationen. Das sollte schon in der Grundschule beginnen. Das deutsch-französische Theaterprojekt des ArtisjokTheaters aus Schweighofen und der Compagnie En Verre et contre Tout aus Nancy hat sich diesem Aspekt gestellt und ein zweisprachiges Theaterstück für Kinder ab vier Jahren geschrieben. Besagtes Werk namens, „Ich seh‘ etwas, was du nicht siehst – Je vois quelque chose que tu ne vois pas“ feierte im Landauer Haus am Westbahnhof am 30. November 2008 seine Uraufführung. Die Veranstaltung wurde passenderweise von der hiesigen deutsch-französischen Gesellschaft präsentiert. Die Schauspielerin Anke Scholz vom ArtisjokTheater und die Regisseurin Sophie Ottinger von der Compagnie En Verre et contre Tout waren gespannt, ob ein zweisprachiges Theaterstück bei den kleinen und großen Zuschauern Anklang findet. In dem fantasievollen Ein-Personen-Stück rund um die Protagonistin Anke Scholz geht es um die Macht der Farben. Es geht darum, ob wir nur in einer einfarbigen, weißen Welt leben möchten oder in einer bunten. Frau Weiß lebt in ihrer weißen Welt. Da ist wirklich alles weiß: das Bett, die Wand, die Bettdecke, das Kissen, ihre Kleidung, ja sogar ihre Schuhe sind weiß. Sie spielt mit sich selbst das länderübergreifende Kinderspiel, „Ich seh‘ etwas, was du nicht siehst“. Ganz anders ist da ihr Schatten, der mag auch Farben. In seiner Welt gibt es Rot, Blau, Gelb, Grün und auch eine Mischung vieler Farben. Frau Weiß hat erst Angst vor dieser Welt, dann gefällt es ihr aber und sie spielen gemeinsam und zweisprachig „Ich seh‘ etwas, was du nicht siehst – Je vois quelque chose que tu ne vois pas“. Beiden macht das viel Spaß. Genauso wie den kleinen und großen Zuschauern, die bei dieser Premiere spielerisch Französisch lernen oder wieder mal auffrischen konnten. Anke Scholz war in der Lage, in dem fantasievollen Ein-Personen-Stück das Publikum in seinen Bann zu ziehen. Sie hatte immer Überraschungen parat: es gab unter anderem rhythmische Musik, einen Tanz mit einem roten Luftballon, deutsche Sprache und französische Sprache. Da konnte es nicht langweilig werden. Aber sicher wird es nicht bei einer Aufführung bleiben, denn in diesem Stück steckt eine gehörige Portion Motivation, um die Sprache des Nachbarn zu lernen oder aufzufrischen.